Berufsorientierung

Die KKS als Ort der Berufsorientierung

„Was soll ich einmal werden?“ ist die zentrale Frage, mit der sich Schülerinnen und Schüler umso eingehender auseinandersetzen, je näher der Schulabschluss rückt.

An der Käthe-Kollwitz-Schule begleitet die Berufswahl- bzw. die Studienwahlvorbereitung die Schülerinnen und Schüler von der 7. Klasse bis zum Abitur, um ihnen die notwendigen Kompetenzen für eine eigenverantwortliche und tragfähige  Berufs- bzw. Studienwahl zu vermitteln und um sie zu befähigen, erfolgreich an Bewerbungsverfahren teilzunehmen.

Die Berufsorientierung findet statt

  • im Unterricht der einzelnen Fächer
  • in Praktika und Projekten
  • durch Besuche von berufsorientierenden Messen und Beratungen
  • durch außerschulische Vernetzungen und Kooperationen.

 

Die vielfältigen freiwilligen und verpflichtenden Angebote zur Berufswahl- und Studienwahlvorbereitung sind zu einem Gesamtkonzept, dem Schulcurriculum Berufsorientierung, weiterentwickelt worden.

Auf der Seite der Kieler Berufsmesse finden Sie weitere Informationen: http://www.berufsmesse-kiel.de/

Linksammlung Berufsorientierung
Schulcurriculum Berufsorientierung

Assessmentcenter-Training mit der Förde Sparkasse

Wir, die Schülerinnen und Schüler der Q2an, durften am 07. November 2017 an dem Assessmentcenter-Training / Bewerbungstraining der Förde Sparkasse teilnehmen. Die freundliche Mitarbeiterin der Sparkasse, Inga Wollenberg, beantwortete uns geduldig alle Fragen, die wir bezüglich einer Bewerbung hatten, sei es über ein Stipendium oder eine Ausbildung.

Besonders interessant war, dass wir neben dem typischen Bewerbungsgespräch drei weitere Möglichkeiten kennenlernten, wie ein Unternehmen zwischen Bewerbern entscheidet. Die drei Möglichkeiten lauten Eignungstest, Präsentation und Diskussion. Frau Wollenberg erklärte uns die Abläufe dieser Testmöglichkeiten. Anschließend durften wir selbst unser Glück versuchen, indem Frau Wollenberg beispielsweise einen eigenen Eignungstest mit uns machte. Uns war nicht bewusst, wie schwierig die zunächst einfach wirkenden Aufgaben waren. Die Zeit pro Aufgabe setzte uns dabei besonders unter Druck, da wir meist nur 20 Sekunden für eine Aufgabe Zeit hatten. Bei einer Aufgabe sollte man eine Wortkette bilden. Die Wörter mussten dabei jeweils immer aus zwei Substantiven bestehen. Das zweite Substantiv musste dann beim nächsten Wort das erste Substantiv sein, also zum Beispiel: Schlüsselbein, Beinbruch, Bruchstrich, Strichmännchen usw. .

Es gab auch einen Teil mit vorerst simpel erscheinenden Rechenaufgaben. Jedoch waren anstatt der Rechenzeichen andere Zeichen abgebildet. In einer Legende stand dann, welches Zeichen welches Rechenzeichen ist. Dann war zum Beispiel 5+3=15 weil + (plus) multiplizieren bedeutete.

 

Bei dieser Aufgabe war es sinnvoll, erst alle Aufgaben mit dem gleichen Zeichen zu lösen, damit man nicht andauernd nachschauen musste, was die Zeichen bedeuteten und mehr Aufgaben in der kurzen Zeit schaffte. Durch den Eignungstest lernten wir, wie wichtig es ist, sich auf diesen Test vorzubereiten. Jeder reagiert anders unter Zeitdruck und Stress, weshalb Üben vor einem Eignungstest beruhigt und vorbereitet, weil man ungefähr einschätzen kann, was einen erwartet. Außerdem gibt es bereits ähnliche Aufgabenstellungen im Internet, mit denen man proben kann.

 

Des Weiteren übten wir mit Frau Wollenberg, wie eine Präsentation über einen selber aussehen konnte. Sie gab uns 20 Minuten Zeit, in der wir ein Plakat erstellen sollten, was uns selber darstellte. Einige malten ein Flugzeug, andere eine Laufbahn mit Hürden. Außerdem sollte das Plakat unsere Stärken und Schwächen darstellen und etwas über uns aussagen.

Eine Schülerin stellte beispielsweise ihre Schwächen auf einer Laufbahn als Hürden dar, die sie überwinden musste. Der Rest der Laufstrecke stellte ihre Stärken dar, weil sie diese mit Leichtigkeit meistern könne, sagte sie. Zudem ist sie leidenschaftliche Leichtathletin und wählte deshalb dieses Motiv.

 

Wir haben wirklich viel zum Thema erster Eindruck, Selbstdarstellung bei Unternehmen und allgemein über Bewerbungen gelernt.

 

 

Vielen Dank für Ihre Zeit und Tipps Frau Wollenberg! Wir, die Schüler der Klasse der Q2an, können allen Klassen der Q2 dieses Bewerbungstraining wärmstens weiterempfehlen!

 

Franziska Timm, Q2an

 

Probieren geht über Studieren!

Am Mittwoch, den 11.10., haben Schüler des elften Jahrgangs am Bewerbertraining der Barmer GEK teilgenommen. Ich werde nun von diesen vier Schulstunden berichten, in denen wir gelernt haben, wie man sich richtig bewirbt und wie man sich am besten in Vorstellungsgesprächen verhält.

 

Zuerst erkundigt sich der Leiter, Lars Müller-Wriedt, wer nach dem Abschluss einen Ausbildungsberuf erlernen möchte. Niemand meldet sich. Spätestens jetzt fragen sich wohl einige, warum sie überhaupt mitmachen beim Bewerbertraining. Vielleicht auch einfach, um nicht in den Unterricht zu müssen… Aber eine Teilnahme am Kurs wird trotzdem etwas bringen (siehe Fazit im Schlussteil).

Der kompetente Ausbilder fordert uns gleich zu Beginn: Wir sollen auf einem Zettel ein paar unserer Eigenschaften, Lieblingsfächer und Hobbies niederschreiben. Diese sammelt Herr Müller-Wriedt dann ein. Schon bei dieser Aufgabe kommen viele ins Schwitzen: Ist es großspurig diese Eigenschaft aufzuschreiben? Ist das wirklich eine meiner Qualitäten? Wer bin ich? Nun werden die Zettel auch noch eingesammelt und vorgelesen. Wir sollen raten, welche Person sich hinter den jeweiligen Angaben verbirgt. So kann der Verfasser des Zettels erkennen, ob er sich gut eingeschätzt hat.

Danach wird uns gezeigt, wie man den Ausbildungsberuf findet, der am Besten zu einem passt. Dies geschieht mit Hilfe einer Power-Point-Präsentation. Anschließend erklärt Müller-Wriedt uns, worauf man bei der Bewerbung achten muss. Dabei erzählt er uns, dass Bewerber nur aufgrund eines unseriösen Bewerbungsfotos aussortiert werden können.

Dann kommt die nächste Aufgabe: Selbst eine Bewerbung kreieren. Als Orientierung steht uns ein Musterexemplar zur Verfügung. Nachdem wir das Bewerbungsschreiben beendet haben, können wir erstmal eine Pause genießen. Nach der Pause lesen ein paar Schüler ihre Bewerbung vor – und ernten Lob vom Ausbilder!

Das vorletzte Thema: Einstellungstest. Manche Unternehmer führen Prüfungen für die Anwärter durch. Fiese Fallen werden da gestellt. Es kann zum Beispiel vorkommen, dass es für die Getesteten unmöglich ist, alle Aufgaben in der vorgegebenen Zeit zu bearbeiten. Man will gucken, ob die Bewerber unter dem Druck zusammenbrechen oder, ob sie versuchen, so viel zu schaffen wie möglich. Die nächste praktische Aufgabe sieht folglich so aus: Bearbeitet einen typischen Einstellungstest. Dieser enthält Aufgaben eines IQ-Tests und Rechtschreibübungen. Auch das Allgemeinwissen wird geprüft.

Zum Schluss, das Finale: Ein gespieltes Vorstellungsgespräch. Ein Schüler, dessen Bewerbung bereits vorgelesen wurde, darf sich nun ein paar Minuten mit Müller-Wriedt vorbereiten, um dann vor dem Publikum der anderen Schüler den Jobsucher zu spielen. Diesen herausfordernden Job meistert er souverän, indem er seine Rolle authentisch vorträgt. Das findet auch Müller-Wriedt. Der Beifall der Zuschauer, lässt bei ebendiesen eine ähnliche Meinung vermuten.

Was hat es jetzt gebracht? Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die vier Stunden sehr gelohnt haben, nicht nur wegen des Unterrichtswegfalls. Man hat umfassende Informationen bekommen, worauf man bei der Bewerbung achten muss, und konnte diese gleich bei den praktischen Aufgaben verinnerlichen. Jetzt habe ich eine Vorstellung davon, was mich erwarten würde, wenn ich mich für einen Ausbildungsberuf bewerbe, was im Falle eines nicht erreichten Abiturs am wahrscheinlichsten ist. Aber auch mit dem Abitur ist es nicht abwegig, eine Ausbildung zu absolvieren. Bei Ausbildungsberufen gibt es ein vielfältiges Angebot und Azubis werden - aufgrund des Fachkräftemangels - in einigen Branchen dringend gesucht. Nur, weil wir Gymnasiasten sind, sollten wir dieses Berufsfeld nicht ignorieren, sondern: Probieren geht über Studieren!

Sprachlich wäre dieser Schlusssatz zwar schön, jedoch möchte ich noch hinzufügen, dass man sich generell später bewerben muss – ob um einen Ausbildungsberuf oder eine langfristige Arbeitsstelle. Man sollte sich also überlegen, an einem Bewerbertraining teilzunehmen - bevor es zu spät ist! Unsere Schule bietet jedes Jahr ein solches an und ich kann nur empfehlen, diese Chance zu nutzen.

Jakob Malzahn, Q1a

KN-Artikel zur Berufsmesse 2017 an der KKS

KN-Artikel zur Berufsmesse 2015

KN-Artikel zur Berufsmesse an der KKS 2013